Die Zukunft der Multimediamöbel

„Never change a running system“ ist ein altes Sprichwort, dass in vielen Anwendungsbereichen eine warnende Botschaft übermittelt. Es ist nicht immer gut, nach dem neusten zu streben, das beste und aktuelle Produkt haben zu wollen und dafür das „running system“ auf den Kopf zu stellen. Gleichzeitig hat dieser Ausspruch jedoch einen konservativen Beigeschmack, der nicht recht in die moderne Welt der Informationstechnik passen will. Eine solche Einstellung wird auch Möbeln unterstellt, die es zuletzt schwer hatten mit dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung mitzuhalten. Dies liegt zum einen sicherlich am zeitlosen Charakter von Möbelstücken, zum anderen aber auch am Fokus der Industrie, die sich zeitweise scheinbar blind der technischen Weiterentwicklung von hochmodernen Geräten hingab.

Drehen wir den Spieß um. Unsere aktuellen Fernseher bieten uns optimale Ergebnisse, sie sind flach und hübsch anzusehen. Doch das „Drumherum“ hat bisher noch gar nicht gestimmt. Alte Möbel sollten schon wieder wirklich sehr alt sein, um den Retro-Bonus genießen zu können, wenn ein attraktiver 40“ Flachbildschirm darauf steht. Den meisten Schränken, Kommoden und Tischen kommt dieser Bonus aber nicht zu gute, sie sehen einfach nur lächerlich oder veraltet aus, steht ein LCD / Plasma Fernseher darauf. Die Zukunft der Möbel sieht anders aus.

Und wir dürfen diese moralische Revolution live miterleben, sind wir doch die ersten Menschen, die uns auf die serienmäßige Symbiose zwischen Technik und Möbel einstellen dürfen. Schon heute werden deutlich mehr Multimediamöbel produziert, doch in Zukunft wird sich dieser Trend zu einem Standard entwickeln.

Wie die Zukunft der Möbel aussieht, zeigen uns aktuelle TV-Racks. Abgeleitet von klassischen Möbelstücken bieten Racks genau den Platz, der gebraucht wird und verbinden dabei die Verknüpfung von Technik und Verstauung ideal mit Simplizität und Design. Diese vier Aspekte sind es, die die Möbel der Zukunft auszeichnen werden – die Multimediamöbel zumindest. Obwohl abzuwarten bleibt, inwieweit Bett, Küchenschrank oder Schlafzimmerkommode sich dem Wandlungsprozess zu unterziehen haben. Denn genau dieser Prozess verhilft Multimediamöbeln zu einem Aufschwung, der dem aktuellen Flachbildschirm-Hype annähernd gerecht wird.

Technik, Unterbringung, Simplizität und Design – die vier Säulen, auf denen schon so manch ein flacher Fernseher im heimischen Wohnzimmer thront.
Technisch ist die Anforderung, dass das Möbelstück das elektrische Gerät voll unterstützt bzw. schon mal nicht behindert. Alle Kabel sollten problemlos verlegt werden können, keine Lautsprecher verdeckt oder Töne durch Schnarren oder Surren verzerrt werden. Verstaut werden muss das Gerät aber auch. Eine einfache Ablage reicht nicht mehr aus, vor allem nicht, wenn die Geräte so schmal sind, dass sie einfach im Schrank verschwinden können. Solche Lösungen sind bereits realisiert worden und werden auch in Zukunft immer häufiger vertreten sein.

Simplizität ist das Stichwort, dass unsere großen, klobigen Möbel in kleine, moderne verwandelt. Schließlich soll es einfach und schnell gehen. Keine unnötigen Extras, wo keine gebraucht werden und die Reduzierung auf das Nötige bestimmen die Zukunft der TV-Racks, Vitrinen, Multiträger usw. Schließlich ist da noch das Design, dass einen erheblichen Einfluss auf die Verarbeitung und Qualität hat. Glasmöbel in Kombination mit ultraleichtem und stabilem Aluminium, dazu einzelne Holzapplikationen oder Acryl-Elemente. Es soll hübsch aussehen und gut funktionieren, mit heutigen Verarbeitungstechniken und Materialien kein Problem mehr. Außerdem: In Zukunft sollen  Möbel und Geräte auch optisch individualisiert werden. In Zukunft wird es möglich sein, zum grünen Flatscreen das passende grüne TV Rack zu kaufen. Je nachdem, wie man es eben mag.

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