Servicenachricht

Videoprojektoren & Beamer, Einsatzbereiche und Arten

Sicher war das Publikum erstaunt, als im Jahre 1936 Teile der olympischen Sommerspiele über Großleinwände in Berlin einigen tausend Zuschauern präsentiert wurden. Was damals noch wie ein Wunder wirkte, hat sich im Laufe der Jahrzehnte stetig weiter entwickelt und in der Folge auch den Erfolgszug in die privaten Haushalte angetreten: Der  Beamer/ Videoprojektor, auch als Bildwerfer oder Beamer bezeichnet, befindet sich heutigen Tages im vielfältigen Einsatz, beginnend mit öffentlichen Events, über Anwendungen im geschäftlichen Sektor, bis hin zur Nutzung im privaten Bereich. Dabei unterlagen, im Laufe der Entwicklungsgeschichte, die technischen Verfahren zur Projektion bewegter Bilder einer ganzen Reihe umfassender Veränderungen und Anpassungen, die im Ergebnis dazu geführt haben, dass die eingesetzten Geräte einfacher, kleiner und preiswerter geworden sind, während sich gleichzeitig die Qualität erheblich verbesserte.

Die folgende Darstellung berichtet über die Entwicklungsgeschichte der Videoprojektion, von den Anfängen bis zur Gegenwart und beschreibt darüber hinaus die vielfältigen Möglichkeiten, moderne Beamer in öffentlichen, beruflichen und privaten Bereichen einsetzen zu können.

Beamer / Projektor

Geschichte, Entwicklung und unterschiedliche Arten von Videoprojektoren

Bereits in den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts entwickelt, stellten die so genannten Eidophor-System eine sehr frühe Möglichkeit der Video-Projektion dar, die in abgewandelter Form noch bis in die späten 80-er Jahre gebräuchlich geblieben ist. Das technische Prinzip basiert darauf, dass ein Ölfilm, aufgebracht auf einen Hohlspiegel, je nach benötigten Farben, unterschiedlich stark mit Elektroden beschossen wird. Das Öl deformiert sich hierdurch und lenkt Lichtstrahlen in einer bestimmten Weise um, so dass an bestimmten Stellen eines Bildschirmes oder einer Leinwand ein farbiger Punkt erzeugt werden kann. Zur Farbprojektion werden drei Eidophor-Systeme benötigt, um aus den drei Grundfarben rot, blau und grün ein vollständiges Farbbild zu erzeugen.

Im nächsten Entwicklungsschritt wurden nun Röhrenprojektoren konstruiert. Auch hier werden drei separate Systeme zur Darstellung der Grundfarben benötigt, die über jeweils eine Kathodenstrahlröhre, die auf ihre Helligkeit hin optimiert sein muss, Bildinformationen abstrahlen, die über ein optisches System wiederum projiziert werden können. Die Stärke dieser Systeme liegt in der brillanten Farbdarstellung und den hervorragenden Schwarzwerten, wobei die eingesetzten Röhren sehr empfindlich und die komplexen Systeme schwer einzurichten sind, was vor allem den mobilen Einsatz erschwert. Röhrenprojektoren sind zudem sehr kostspielig, wodurch sie nur in seltenen Fällen zum privaten Einsatz gelangten. Eine Ausnahme bilden hierbei die so genannten Rückprojektions-TV-Geräte, bei denen die dargestellte Technik integriert ist.

Fortgesetzt wurde die Entwicklung moderner Beamer /  Videoprojektoren durch die Einführung der LCD-Technologie. Hierbei wird ein Prinzip angewandt, das Ähnlichkeit mit einem Dia-Projektor hat, nur dass anstelle des Diapositivs eine LCD Fläche verwendet wird, die an jedem beliebigen Bildpunkt ihre Farbe ändern kann und dadurch ein vollständiges Videobild erzeugt. Hierbei sind sowohl Systeme erhältlich, die durch die gleichzeitige Projektion verschiedener Farben mit nur einer LCD-Einheit auskommen, als auch solche, bei denen die drei Grundfarben separat dargestellt und projiziert werden. Die beiden Systeme unterscheiden sich durch die wahrgenommene Auflösung des Bildes. Die Geräte sind klein und leicht und die Einrichtung verlangt keinen besonderen Aufwand, wodurch sie vor allem im mobilen Einsatz gut geeignet sind. Die Haltbarkeit von LCD-Projektoren ist eingeschränkt, da die Farbstoffe des LCD´s im Laufe der Betriebszeit ausbleichen und das Bild an Brillanz verliert. Hinzu kommt, dass diese Beamer / Projektoren eine hohe Betriebstemperatur erreichen, die durch den Einsatz lautstarker Lüfter gemindert werden muss.

Sowohl in Kinos als auch im privaten Gebrauch stehen seit einigen Jahren die so genannten DLP-Projektoren zur Verfügung. Der Begriff ist die Abkürzung für Digital Light Processing und erzeugt farbige, bewegte Bilder durch den Einsatz von Mikrotechnologie. Hierbei ist ein integrierter Schaltkreis mit einem winzigen Spiegel für jeden Bildpunkt ausgestattet, der sich elektronisch gesteuert bewegen lässt. Zyklen mit bis zu 5.000 Bewegungen pro Sekunden sind hierbei für jeden einzelnen Spiegel möglich, um neben der reinen Bildinformation auch Helligkeitswerte darzustellen. Während private Geräte über ein Farbrad verfügen, dass durch schnelles Drehen erlaubt, nacheinander die Grundfarben darzustellen, sind professionelle Systeme, wie sie in Kinos zum Einsatz kommen, mit drei separaten Projektionssystemen ausgestattet. DLP-Projektoren zeichnen sich vor allem durch die hohe Geschwindigkeit der Darstellung aus und sind darüber hinaus in der Lage, ein sehr tiefes Schwarz zu projizieren. Nachteilig bei den Geräten für den privaten Gebrauch wirkt sich teilweise die verminderte Farbtreue aus.

Auch LED-Projektoren arbeiten mit einem DLP-Chip, nutzen als Lichtquelle jedoch die LED-Technologie, was zum einen wesentlich kleinere Bauformen möglich macht und zum anderen für einen geringen Stromverbrauch sorgt und kaum Wärme erzeugt. Hierdurch erreichen LED´s eine Lebensdauer von über 20.000 Stunden, während konventionelle Beamer- / Projektorlampen in der Regel nach rund 4.000 Stunden getauscht werden müssen. Problematisch ist bislang noch die geringe Lichtleistung der Systeme, wodurch die Projektion auf dunkle Räume und kleine Bilddiagonalen beschränkt ist. Hinzu kommt, dass die Auflösung bislang noch auf 800 mal 600 Bildpunkte beschränkt ist.

Noch sehr neu, aber bereits im Einsatz befindlich sind so genannte LCOS-Systeme, die ebenfalls mit LCD-Technologie, hier in Kombination mit einem DLP-Chip, arbeiten. Die LCD-Fläche wird hierbei allerdings nicht durchleuchtet, sondern setzt stattdessen Spiegel ein, die hinter den Kristallen positioniert sind. Durch die hierdurch ermöglichte kompakte Bauweise entfallen Abstände zwischen den einzelnen Bildpunkten, die bei herkömmlichen LCD-Systemen mitunter einen "Fliegengitter-Effekt" erzeugen. LCOS-Systeme zeichnen sich vor allem durch sehr scharfe Bilder aus.

Der Vollständigkeit halber seien noch Systeme erwähnt, die per Laserprojektion Videobilder erzeugen und die sich derzeit noch in der letzten Phase der Erforschung und Entwicklung befinden. Bis zur Markt- und Serienreife wird insofern noch eine gewissen Zeit vergehen.

Einsatzbereiche für moderne  Beamer / Videoprojektoren

Die möglichen Einsatzgebiete für Videoprojektoren lassen sich in öffentliche, berufliche und private Bereiche einteilen. Im öffentlichen Bereich geht es hierbei vor allem um die Filmvorführung in Kinos, aber auch um begleitende Projektionen im Rahmen von Großveranstaltungen und Events. Eine Voraussetzung hierfür ist dabei zum einen die Möglichkeit, die Umgebung abzudunkeln, zum anderen muss der reine Projektionsweg frei von Hindernissen sein, die sie sich ansonsten auf den Leinwänden abzeichnen würden.

Im beruflichen Bereich geht es bei dem Einsatz von Videoprojektoren vor allem um den Bereich der Präsentation. In geeigneten Räumen können so einer beliebigen Anzahl von Zuschauern Informationen zugänglich gemacht werden, wobei die Bandbreite hierbei von großen Versammlungen, bis hin zu Meetings mit nur wenigen Teilnehmern reicht. Moderne oder fest an der Decke befestigt mit einer Beamer Deckenhalterung, mobile und kompakte Systeme erlauben es engagierten Präsentatoren hierbei, die benötigte Technik mit sich zu führen und insofern auf die Projektion auch dann zurückgreifen zu können, wenn der Geschäftspartner nicht mit entsprechender Technik ausgestattet ist.

Beamer / Projektor

Letztlich verbreiten sich Systeme zur Beamer / Videoprojektion auch verstärkt im Bereich privater Anwendungen. Viele Verbraucher bevorzugen das brillante Großbild, dass an beliebige Wände von Haus oder Wohnung geworfen werden kann und ziehen den Einsatz von Beamern mittlerweile dem von großen Bildschirmen vor. Aufgrund des großen Angebotes im Bereich geeigneter Consumer-Geräte, sind deren Anschaffungskosten mittlerweile recht moderat geworden und können mühelos mit den Preisen konkurrieren, die für vergleichbare LCD- oder Plasma-TV-Geräte ausgegeben werden müssen. Hinzu kommt die große Flexibilität in Bezug auf den jeweiligen Einsatzort. Beamer sind leicht zu transportieren und können insofern in verschiedenen Räumen zum Einsatz gebracht werden. Ebenso ist es mittlerweile üblich, dass der eigene Beamer / Videoprojektor einfach mitgebracht wird, wenn es darum geht, gemeinsam Fernsehprogramme zu verfolgen, DVD´s anzuschauen oder die Fotos des letzten Urlaubs zu betrachte.

Autor:

CMB-Systeme Showroom in Bad Oeynhausen

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