Aufbau und Geräte zum Aufbau eines Heimkino
Früher träumte Mann von einer eigenen Eisenbahn, dann träumte man von einem eigenen Stereo Fernseher. Heute sollte es denn schon ein eigenes Kino sein. Der Traum vom Heimkino. Herzstück des eigenen Heimkinos ist der Projektor. Bei diesem Konsumgut gab es in den letzten Jahren einen enormen Preisverfall. Am Anfang kosteten die Teile mehrere tausend Euro, jetzt sind gute Teile schon für einige hundert Euro zu haben. Man kann jetzt wählerisch sein und auf einige zukunftsweisende Techniken achten. Es fängt mit der Optik an. Ohne eine gute Optik, die zumindest ein optisches Zoom haben sollte, ist alles nichts. Wenn nämlich ein optisches Zoom vorhanden ist, kann man den Projektor an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Man sollte sich die Optik des Gerätes mit derselben Sorgfalt anschauen, die man früher für einen Diaprojektor hat walten lassen.
Der nächste Punkt, den man sich anschauen sollte, ist die Auflösung. Sie sollte mindestens 1024* 768 Bildpunkte betragen, dann kann man den Projektor nämlich auch für einen Diaabend gebrauchen. Dazu gehören die passende Anschlüsse. Composite Video ist nämlich ein Anschluss, der zwar praktisch ist, er besteht nur aus einer Buchse, dafür ist das Bild aber auch ärmlich. Besser sind farbgetrennte Anschlüsse (RGB), VGA oder S_VHS. Wenn der Beamer einen VGA Eingang besitzt ist der Anschluss an einen Laptop einfach. Noch besser ist einer digitaler DVI Anschluss. Bei einem solchen Anschluss ist man der Zukunft zugewandt und kann sich auch getrost einem Blue Ray Spieler anschaffen
Bei einem Projektor sollte man übrigens auch auf die Betriebsdauer der Lampe achten. Die Projektionslampe ist eigentlich das einzige Verbrauchsteil der Anlage, aber auch gleichzeitig das teuerste. Die Lampe kostet soviel wie die Hälfte des Projektors. Viele meinen, wenn die Lampe zu Ende sei, könne man den Projektor auch entsorgen. Eine Lebensdauer von mehr als 2000 Stunden ist hier schon wünschenswert. Damit der Sound der Heimkinoanlage nicht durch Rauschen gestört wird muss man bei einem Projektor auch auf die Geräuschsentwicklung achten. Die Geräuschsbelastung wird in Dezibel angegeben. Ein um 10 Dezibel geringerer Wert bedeutet halbe Geräuschsbelastung. Als Zusatzeinrichtung gibt es jetzt sogar ein eingebautes WLAN. Damit kann dann der Lieblingsfilm über das vorhandene WLAN im Hause auf den Beamer übertragen werden.

Neben dem Projektor ist das Abspielgerät für das Heimkino wichtig. Derzeit ist noch der DVD Player State of the Art. Der Nachfolgende Standard ist offensichtlich der Blue Ray Player. Auf eine DVD passen ca. 4.7 GB auf eine Blue Ray Disk locker 14 GB. Damit lassen sich die Auflösungen und auch die Zugaben auf den Medien deutlich steigern. Das Fernsehbild hat eine Auflösung, die unter einer VGA Auflösung liegt. Die Blue Ray nähert sich dann schon der Auflösung eines Dias an. Wenn man die Medien auf einem Fernseher betrachtet, dann spielen solche Auflösungen keine Rolle. Bei einem Heimkino wirken geringe Auflösungen wie alte 8 mm Filme. Ob man sich schon einen Blue Ray Player kaufen sollte sei dahingestellt. Die Geräte sind noch sehr teuer und man kann als alternative Abspielmöglichkeit auch einen Rechner einsetzen. Der hat mehr Möglichkeiten als ein Player, ist Updatefähig und kann auch im Hause für andere Dienste genutzt werden. Sollte dann Blue Ray ausgereift sein, im Moment dürften die Geräte noch Kinderkrankheiten haben, dann kann man sich auch ein solches Gerät in den vorhandenen Rechner einbauen. Es gibt übrigens auch Beamer, die schon mit einem DVD Player ausgerüstet sind. Diese haben den Charme, dass Verbindungskabel wegfallen. Der Haken an diesen Kombigeräten ist, dass of Abstriche an die Qualität der Einzelteile gemacht werden müssen. Tonfetischisten werden bei solchen Kombigeräten Einstrahlungen von den Netzteilen hören.
Ein Wort zu den Geräteverbindungen. Hier sollte man auf keinen Fall sparen. Es gibt Verbindungen über Scart für wenige Euro. Gerade aber bei hochfrequenten Signalen sollte man auf optimale Kabel achten. Billige Kabel ruinieren bei Bildsignalen das Ergebnis viel intensiver als bei Tonsignalen. Nur im äußersten Notfall sollte man auf das Einkabelverfahren zurückgreifen. Am Besten man kombiniert die Geräte über das digitale DVI Verfahren. Wenn dann noch die Kabelenden vergoldet sind ist an dieser Stelle alles in Ordnung. Ein Kino lebt vom Klang. Der Klang ist meist auf der DVD als Dolby Surround gespeichert. Der Klang sollte zu einem seperaten Verstärker geleitet werden. Traditionelle Verstärker beherrschen Stereo, manchmal verstärkt über einen Subwoofer. State of the Art ist heute allerdings 5.1. Hier werden die Töne über 5 separate Kanäle geleitet, dazu kommt dann noch ein Subwooferkanal. Ziel von den vielen Kanälen ist, dass man sich wie im Film vorkommt. Der Klang kommt dann von allen Seiten des Raumes. Der Subwoofer kann irgendwo im Raum stehen, man ortet den Klang über die hohen Töne. Der Verstärker sollte ein seperates eigenes Gerät sein.
Von preiswerten All-in-One Lösungen sollte der Heimkinofan auch an dieser Stelle Abstand nehmen. Ein Heimkino ist nur so gut, wie sei schwächstes Teil. Die Verbindungen vom Verstärker bis zu den Boxen kann dagegen etwas preisgünstiger sein, niederfrequente Signale können sogar über Klingeldraht übertragen werden ohne dass es einem Testhörer auffällt. Die Boxen wiederum sind eminent wichtig. Je tiefer der Ton, desto teurer sollte die Box sein. Hochtöner sind klein und zart und weniger teuer. Für eine satte Abrundung des Klanges wird aber schon ein guter Subwoofer gebraucht. Auf dem Markt sind auch Funkboxsystem oder Aktivboxen zu erstehen. Diese haben gegenüber normalen Boxen den Vorteil, dass sie keine Leitungen und keinen eigenen Verstärker brauchen. Hier gibt es billigen Kram zu erstehen. Man sollte die Finger davon lassen. Aber auch hochwertige Aktivboxen können sich nicht mit guten normalen kabelgebundenen messen. Allerdings spart man sich das saubere Verlegen der Kabel. Und das kostet einiges an Zeit.

Neben allen Qualitätsüberlegungen sollte man auch die Wohnzimmertauglichkeit der ganzen Anlage überdenken. Beste Qualität kann nicht überzeugen, wenn das Wohnzimmer anschließend nur im Dunkeln betreten werden darf.
Text:@CMB-Systeme

